Weltkriegs -Bombe in Papenburg erfolgreich entschärft

Das Team der Kampfmittelbeseitigung des Bundeslandes Niedersachsen, unter der Führung des Sprengmeisters Hans Mohr, entschärfte am Sonntag den 29. Juni 2014 erfolgreich eine 250 kg britische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Mit Hilfe des Wasserschneidverfahrens, bei einem Wasserdruck von 650 bar am Fräskopf, wurde der Zünder aus dem Stahlmantel geschnitten und am Fundort unschädlich gemacht. Ein sicherer Abtransport erfolgte mit einem LKW der Kampfmittelbeseitigung. Durch das Aufstellen von Seecontainern als Splitterschutz konnte der Gefahrenbereich von den bei einer Kampfmittelbeseitigung üblichen 1000 Metern auf 500 Metern verkürzt werden, so dass bei der erforderlichen Evakuierung weniger Personen und Gebäude u.a. das Krankenhaus und eine Senioreneinrichtung nicht betroffen waren. Rund 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und konnten einen Evakuierungspunkt in der Heinrich-von-Kleist Schule aufsuchen oder ihren Sonntagsaktivitäten außerhalb der Sperrzone nachgehen. Der Evakuierungspunkt wurde vom Malteser Hilfsdienst betreut, der auch für den Transport mobilitätseingeschränkter Personen und der medizinischen Versorgung im Einsatz war. In der Mensa der Heinrich von Kleist Schule wurden Getränke und Kuchen angeboten. Der Malteser Hilfsdienst war mit 50 Helfern vor Ort und im Fahrdienst im Einsatz. Die Polizei, die Hilfsorganisationen der Stadt Papenburg (Feuerwehr, Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk) leisteten Unterstützung bei der Teilevakuierung und den erforderlichen Absperrmaßnahmen. Nach den Vorbereitungen am Morgen konnte das Team der Kampfmittelbeseitigung des Landes Niedersachsen um 14:00Uhr mit der Entschärfung des Sprengkörpers beginnen. Um 15:30 Uhr war die Bombe entschärft und der Gefahrenbereich schnell wieder freigegeben. Die Bevölkerung konnte in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren und der Verkehr in dem von der Absperrung betroffenen Stadteil auf der Orts-Durchfahrt (Bundestraße70) rollte wieder. Ordungsamtsleiter Mathias Heyen und der erste Stadtrat Martin Lutz bedankten sich bei dem Sprengmeister Hans Mohr und seinem Team für die professionelle und gefährliche Arbeit. In den sozialen Netzwerken wurde bereits wenige Stunden nach der erfolgreichen Kampfmittelbeseitigung die Stadtverwaltung Papenburg für die gute Planung, das besonnene Vorgehen bei der Durchführung der notwendigen Evakuierung und die Informationen an die Bevölkerung gelobt. Ein Dank ging an dieser Stelle an die vielen zum Teil ehrenamtlichen Kräften  der beteiligten Hilfsorganisationen für ihre geleistete Arbeit an diesem für so einige etwas anders verlaufenden Sonntag.

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